Für gut informierte Privatanleger kann der Optionsscheinhandel interessant und einträglich sein. sowohl bei steigenden wie auch bei fallenden Kursen des jeweiligen Basiswertes. Andererseits drohen bei Fehlspekulationen Verluste bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals. Fundierte Kenntnisse und ein striktes Risikomanagement in Bezug auf die Positionsgröße sowie die konsequente Verlustbegrenzung beim Einsatz von Calls und Puts als Spekulationsinstrumente sind deshalb unerlässlich. Mit Calls setzt der Anleger somit auf steigende Preise des Underlyings. Optionsscheine das Recht, den Basiswert zu einem bestimmten Preis zu verkaufen. Ihre Besitzer gehen also von fallenden Basiswertkursen aus. Das Bezugsverhältnis der Papiere gibt bei Optionsscheinen jeweils an, wie viele Scheine erforderlich sind, um einen Basiswert zu beziehen.
oder Verkaufsrecht auszuüben, sind in diesem Fall 100 Calls oder Puts erforderlich. sind es nur 10. ist ein Bezugsverhältnis, das häufig bei Einzelwerten anzutreffen ist. Der Preis eines klassischen Optionsscheines setzt sich aus dem sogenannten inneren Wert und dem Zeitwert zusammen. Dabei entspricht der innere Wert dem Betrag, den der Anleger bei sofortiger Ausübung des Optionsscheines erhalten würde. Kostet eine Aktie beispielsweise 10 Euro, beträgt der innere Wert eines Calls mit einem Strike von 9 Euro exakt 1 Euro. was im vorliegenden Beispiel bei einem Aktienkurs von ca. Bei Verkaufsoptionsscheinen stellt sich die Situation genau umgekehrt dar. wenn die zugrunde liegende Aktie für 8 Euro zu haben ist. Beeinflusst wird der innere Wert insbesondere von der Kursentwicklung des Basiswertes. Die zweite Komponente, der Zeitwert bzw. das Aufgeld, ergibt sich aus der Differenz zwischen dem Preis des Optionsscheines und seinem inneren Wert. Bei Fälligkeit ist der Zeitwert gleich null. Bis dahin wird er von verschiedenen Faktoren beeinflusst. die bis zum Laufzeitende voraussichtlich anfallenden Dividendenzahlungen. Grundsätzlich spiegelt der Zeitwert immer die vom Markt bewertete Wahrscheinlichkeit wider, dass der Optionsschein am Laufzeitende einen möglichst hohen inneren Wert besitzt. Im Normalfall sinkt der Preis klassischer Calls und Puts bei ansonsten unveränderten Bedingungen mit abnehmender Restlaufzeit. Steigende implizite Volatilitäten des Underlyings führen tendenziell zu einer Verteuerung der Produkte, da die Wahrscheinlichkeit für einen hohen Endwert zunimmt. In der Regel sind erwartete Dividendenzahlungen in die Optionsscheinkurse eingepreist. Nur bei Dividendenüberraschungen gibt es stärkere Auswirkungen auf den Kurs. während der Laufzeit bei Standardoptionsscheinen kein Problem. Denn letztendlich kommt es nur auf das Ergebnis bei Fälligkeit an. Zertifikaten, bei denen in der Regel bereits das einmalige Berühren bzw. Spekulation und damit verbunden zu hohen Verlusten bis hin zum Totalverlust führt. Dabei ist es sinnvoll, die verschiedenen Aktienpositionen nicht einzeln, sondern das Depot immer als Ganzes abzusichern. Besteht das Portfolio im Wesentlichen aus deutschen Standardwerten, bieten sich hierfür Verkaufsoptionsscheine auf den DAX an. Bei vielen europäischen Titeln im Depot kommt der Euro STOXX 50 als Basiswert infrage. Die zur Absicherung benötigte Anzahl an Puts lässt sich relativ nicht schwer ermitteln. Um etwa ein Portfolio mit heimischen Bluechips im Wert von 50. Stand geteilt und anschließend mit dem Bezugsverhältnis der Scheine multipliziert werden. Bei einem Indexwert von 10. Selector von comdirect herausfiltern. Bei Discount Calls erwirbt der Investor indirekt einen Call und verkauft gleichzeitig einen zweiten Call mit identischer Laufzeit, aber höherem Ausübungspreis. Variante aber stets günstiger zu haben, sodass sich häufig ein besseres Renditeergebnis ergibt. Das zeigt ein Rechenbeispiel: Dazu soll eine Aktie bei exakt 90 Euro notieren. Ein Call mit Basis 80 Euro ist für 14 Euro zu haben, ein Call mit Basis 100 Euro kostet 6 Euro. Der Preis eines Capped Warrants mit Basis 80 Euro und Cap bei 100 Euro wird damit bei ziemlich genau 8 Euro liegen. Die Aktie notiert unter 80 Euro und alle drei Scheine verfallen wertlos. Unabhängig von der Wahl des Produktes müssen ihre Besitzer einen Totalverlust des eingesetzten Kapitals verkraften. Der Preis des Underlyings liegt bei Fälligkeit zwischen 80 und 100 Euro. Hier verfällt lediglich der Call mit Basis 100 Euro wertlos. und dem aktuellen Aktienkurs. bei 89 Euro, beträgt der Rückzahlungswert der beiden anderen Papiere damit jeweils 9 Euro. Die Aktie notiert über 100 Euro, damit liegen alle Scheine im Geld. Erst bei Kursen der Basisaktie von über 115 Euro sind die klassischen Calls den Capped Warrants überlegen. Klassische Calls und Puts spielen ihre Stärken in steigenden bzw. fallenden Märkten voll aus. ist daran gekoppelt, dass sich der Kurs der Underlyings innerhalb einer festen Bandbreite bewegt. Wird während der gesamten Laufzeit weder die untere noch die obere Barriere des vorgegebenen Korridors berührt oder durchbrochen, erhalten ihre Besitzer bei Fälligkeit einen vorab definierten Festbetrag ausgezahlt. Er liegt oft bei 10 Euro. Andernfalls verfallen die Scheine wertlos und es kommt zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals. zumindest, wenn die Papiere bis zum Laufzeitende gehalten werden. Dieses wird von manchen Käufern zwar auch getan, grundsätzlich richten sich die Papiere aber an sehr aktive Anleger. Kauf und Verkauf erfolgen oft binnen weniger Tage. Dabei geht die Spekulation insbesondere dann auf, wenn sich der Preis des Basiswertes zur Mitte des Korridors hinbewegt. Schwellen verletzt wird und der Preis des Optionsscheines steigt. meist zu Wertzuwächsen, da sich hierdurch die Wahrscheinlichkeit für einen Ausbruch aus dem Korridor ebenfalls reduziert. Der größte Unterschied zu herkömmlichen Optionsscheinen liegt aber in der Auswirkung der Restlaufzeit. Bei Inlinern läuft die Zeit für den Anleger. Je näher das Laufzeitende rückt, umso stärker nähert sich der Schein bei ansonsten unveränderten Bedingungen dem Festbetrag an. Optionsscheine funktionieren ähnlich wie Inliner. Barriere, die während der Laufzeit weder berührt noch unterschritten werden darf. Entsprechend niedriger fällt bei ihnen in aller Regel der Hebel, dafür aber auch das Risiko eines Totalverlustes aus. greifen, eine defensivere Anlagestrategie als Käufer klassischer Calls mit gleichem Basispreis. So muss der Kurs des Underlyings nicht unbedingt ansteigen, um Rendite zu erzielen. dieses allerdings während der gesamten Laufzeit. auf den DAX spekulieren Kurspessimisten darauf, dass der DAX bis zur Fälligkeit der Scheine ein bestimmtes Niveau weder erreichen noch übersteigen wird. Optionsscheinen auf weitgehend konstante Preise des Basiswertes setzen. sammeln Tag für Tag einen bestimmten Betrag von beispielsweise 10 Cent ein, wenn sich der Kurs des Underlyings innerhalb eines vorgegebenen Korridors bewegt. Dabei kann aber ein einmal gesammelter innerer Wert bis zur Fälligkeit nicht mehr verloren gehen.